MARGA PERSSON

12. Okt - 04. Nov 2018

12. Okt bis 4. Nov 2018
Einf. Worte: Mag.a Andrea Bina, Leitung NORDICO Linz

Vita

MARGA PERSSON

Marga Persson ist eine schwedisch-österreichische Künstlerin und Kunsthochschullehrende. Sie lebt und arbeitet in Kefermarkt.

Geboren in Barsebäckshamn, Schonen begann Marga Persson nach dem Abitur 1963 ein Studium der Kunstgeschichte an der Universität in Lund, bevor sie 1965 nach Wien übersiedelte.

Von 1965 bis 1970 studierte sie bei Josef Schulz und Grete Rader-Soulek an der Akademie für Angewandte Kunst Wien, wo erste Bildgewebe (Hautelisse) entstanden – ein Medium, das neben Zeichnung und Malerei im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit steht. Seither zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Marga Persson lehrte 1974–1977 an der Hochschule für angewandte Kunst Wien und hatte 1977–1980 einen Lehrauftrag an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. 1992 wurde sie an die damalige Hochschule (heute: Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz) als ordentliche Professorin berufen, wo sie die Leitung der Meisterklasse Textil bzw. der Abteilung Textil/Kunst&Design bis zur Emeritierung 2011 innehatte.

1994 erhielt sie den Kulturpreis des Landes Oberösterreich für bildende Kunst und 2005 den  Heinrich-Gleissner-Preis.

Kunstprojekte im öffentlichen Raum u.a. Karolinska Institutet Stockholm / Austria Center Vienna / AKH Wien / J.Kepler-Universität Linz / Pfarrkirche Stainach, Steiermark.

Werkpräsentationen der letzten Jahre: Treffpunkt Kunst, ORF (2012); NORDICO Stadtmuseum Linz (Buchpräsentation 2014); Künstlerhaus Wien (2015); Museum Angerlehner, Wels (2015/16); Galerie in der Schmiede, Pasching (2017).

Monografien im Verlag Bibliothek der Provinz (2014):

Marga Persson – der zeit entlang Arbeiten 1987 – 2007

Marga Persson – eine andere fortsetzung …  Zeichnungen 2007 – 2011

Text zur Ausstellung

MARGA PERSSON

12. Okt – 04. Nov 2018

Vita

Marga Persson, in Schweden geboren / Studium der Kunstgeschichte an der Universität Lundund ab 1965 Kunststudium an der Akademie für angewandte Kunst in Wien, wo erste Bildgewebe (Hautelisse) entstanden – ein Medium, das neben Zeichnung und Malerei im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit steht. Seit 1991 Atelier in Kefermarkt.

Von 1992 bis zur Emeritierung 2011 Professorin für Textil/Kunst&Design an der Kunstuniversität Linz.
Preis des Bundesministerium für Unterricht 1970 / Stipendium Skånes Konstförening 1982 /  Kulturpreis des Landes Oberösterreich für bildende Kunst 1994 /  Heinrich-Gleissner-Preis für bildende Kunst 2005.
Kunstprojekte im öffentlichen Raum u.a. Sydkraft Malmö / Karolinska Institutet Stockholm / Austria Center Vienna / AKH Wien / Neues Rathaus Linz / J.Kepler-Universität Linz / Finanzlandesdirektion Salzburg / Pfarrkirche Stainach, Steiermark.

Ausstellungen / Buchpräsentation der letzten Jahre: Treffpunkt Kunst ORF (2012); NORDICO Stadtmuseum Linz (2014); Künstlerhaus Wien (2015); Museum Angerlehner, Wels (2015/16); Galerie in der Schmiede, Pasching (2017).

2014 Monografien im Verlag Bibliothek der Provinz:

Marga Persson – der zeit entlang Arbeiten 1987 – 2007

Marga Persson – eine andere fortsetzung …  Zeichnungen 2007 – 2011

 

Die gerade Linie, die scheinbar einfachste aller Formen, ist das zentrale Gestaltungselement in den hier ausgewählten Serien von Zeichnungen. Inhaltlich und formal sind sie von Linearität, Wiederholung, Verdichtung und Zeitbezug gekennzeichnet.

Beginnend im Glashaus, ein Ort des Rückzugs – mit Blick in den Garten – sind die Zeichnungen in einer Zeitspanne entstanden, die für Persson künstlerisch wie persönlich eine Periode des Übergangs war.

Strukturen  von senkrechten und waagrechten Linien – gewissermaßen existenzielle Konstanten unseres Daseins – ist die übergeordnete Thematik, die im künstlerischen Prozess immer wieder den Ausgangspunkt bildet – eine sisyphusähnlicheVorgangsweise.

Eine stetige Wiederholung von Formen wie auch die strukturelle Einfachheit der Bilder sind bewusst gesuchte Herausforderungen – Versuche die Welt mit Linien und deren Kreuzungspunkte wahrzunehmen und zu ordnen, entdecken, verstehen und beschreiben. Das Zeichnen mit Pinsel und Tusche wurde zu einem täglichen Ritual – zu Tageszeichnungen von persönlich erlebter Zeit und so – wie auch die Langsamkeit des Arbeitsprozesses – eine folgerichtige Fortsetzung und Erweiterung der künstlerischen   Arbeit am Webstuhl.

Die scheinbare thematische Einschränkung und der immer wiederkehrende Vorgang der langsamenLinienziehung machte  den Sinn und Reiz und auch die Irritation von Wiederholung und Variation spürbar.

Nachträglich betrachtet war die Arbeitsperiode ein unbewusstes und notwendiges Selbsterfahrungsritual um feststellen zu können, dass nicht bloß die künstlerische Tätigkeit stark mit den Strukturen des Textilen verbunden ist, sondern auch das persönliche Dasein der Künstlerin vom Grund auf davon geprägt zu sein scheint.

Die Webarbeit mit senkrechten und waagrechten Fadensystemen und deren Bindungspunkte, ist lange Zeit als künstlerisches Medium im Fokus der Arbeit Marga Perssons gewesen – die Zeichnungen bilden eine andere Fortsetzung davon.